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Schifferfastnacht-Prossen
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Historisches zur Schifferfastnacht

Die Schiffergesellschaft “Elbe” Prossen wurde 1902 gegründet. Sie entstand aus der weit verbreiteten Tradition den Winter auszutreiben. Zu jener Zeit kam es nämlich noch sehr oft vor, das der Fluß zugefroren war und die Schiffer im oberen Elbtal zum nichtstun verdammt waren. Das Zusammengehörigkeitsgefühl der einfachen Leute war sehr hoch ausgeprägt. Man traf sich also an den langen Winterabendenden und vertrieb sich gemeinsam die Zeit. Als Höhepunkt gab es einen Umzug durch das Dorf, bei dem kräftig “gescheuselt” wurde. Auf dem Rückweg wurden Lebensmittel und Getränke gesammelt, die dann am Abend auf dem Saal an die Umzugsteilnehmer verteilt wurden.

Bereits in der ersten Satzung von 1902 (Auszüge siehe unten) wurde der Zweck der Gesellschaft mit ”geselliger Unterhaltung während der Wintermonate sowie Pflege der Kameradschaft und Aufrechterhaltung des althergebrachten Schifferfestes” festgelegt.




Durch den zweiten Weltkrieg kam die Schifferfastnacht zum erliegen. Sie wurde 1956 wieder zum Leben erweckt und hat seitdem Ihr Erscheinungsbild nicht großartig verändert. An der Spitze des Umzuges marschiert Neptun gefolgt vom Brezelmann. Der ist mit Brezeln behangen, die gern von den Kindern stiebitzt werden. Aber er hat ja seine Leibgarde, die Fleckelhanswürste dabei, die ihn beschützen. Weiter werden im Umzug die Vereinsfahne und einige Schiffsmodelle der Elbeschiffahrt von Kapitän, Bootsmann und Matrosen getragen. Den Schluß bildet das “scheuselnde” Volk. Wobei dieser Teil des Umzuges am umfangreichsten ist und jedes Jahr neu gestaltet wird. Mehr dazu in der Bildergalerie unter Umzug.









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